Stieg Larsson
Stieg Larsson hieß mit vollem Namen Karl Stig-Erland Larsson, er wurde am 15. August 1954 in Umea geboren und erlag am 9. November 2004 in Stockholm den Folgen eines Herzinfarktes.
Er war Journalist und setzte sich hauptsächlich mit dem Thema Rechtsextremismus auseinander. Weltberühmt wurde er aber als Autor der Kriminalromane um den Journalisten Mikael Blomkvist und die Hackerin Lisbeth Salander. Die Milleniumtrilogie, wie sie genannt wird, wurde 2005, also erst nach seinem Tod, veröffentlicht. Larsson hatte weiter Bände geplant, konnte sein Werk aber leider nicht vollenden. Ein vierte Teil liegt teilweise als Manuskript vor, zwei weitere Bänden waren schon von ihm skizziert worden.
Seine Eltern waren noch recht jung, als der Autor das Licht der Welt erblickte, so dass er seine ersten Lebensjahre bei seinen Großeltern verbrachte. Erst im Alter von acht Jahren kehrte er zu seinen Eltern zurück. Nachdem er die Schule abgeschlossen hatte und zunächst bei der Post arbeitete, wurde Stieg Larsson 1979 bei einer schwedischen Nachrichtenagentur angestellt. Dort arbeitete er 19 Jahre lang.
Nebenbei engagierte er sich immer wieder gegen den Rechtsextremismus, Menschenhandel und Gewalt gegen Frauen. Unterstützung fand er dabei durch seine Lebensgefährtin Eva Gabrielsson.
1995 gründete er das Magazin Expo, nachdem rechtsextreme Gewalttäter sieben Menschen ermordet hatten.
Im Oktober 2009 lief der erste Teil der Milleniumtrilogie in den deutschen Kinos an. Die beiden anderen Teile sollen ebenfalls den Weg in die Kinos finden. Für alle drei Bücher wurde Stieg Larsson posthum geehrt.
2005: Skandinavischer Krimipreis für Verblendung (Original: Män som hatar kvinnor)
2006: Schwedischer Krimipreis für Verdammnis (Original: Flickan som lekte med elden)
2008 skandinavischer Krimipreis für Vergebung (Original: Lutslottet som sprängdes)
Inhalt der Millenium Trilogie:
Verblendung:
An seinem 82. Geburtstag erhält der Großindustrielle Henrik Vanger zum 43. Mal eine gepresste Blüte in einem Glasrahmen. Das Geschenk erhielt er zum ersten Mal 1985 von seiner Lieblingsnichte Harriet. Danach verschwand sie spurlos. Jetzt möchte Henrik endlich wissen, was mit ihr geschehen ist und heuert dafür den Journalisten Mikael Blomkvist an, der gemeinsam mit der Hackerin Lisbeth Salander dem Geheimnis auf die Spur kommt. Doch was sie herausfinden ist viel grauenvoller als es sich Henrik Vanger hätte vorstellen können.
Verdammnis:
Im zweiten Band recherchiert Mikael Blomkvist im Geschäft des Mädchenhandels. Die Hintermänner sind schwer zu fassen, denn sie sind hochrangige Politiker. Bei den Ermittlungen gerät Lisbeth Salander in den Verdacht Mikaels Informanten und ein befreundetes Ehepaar getötet zu haben. Sie beginnt selbst Nachforschungen anzustellen und wühlt damit ihre eigene Vergangenheit auf, die sie lieber hätte ruhen lassen.
Vergebung:
Die Ermittlerin Lisbeth Salander ist schwer verletzt und noch immer steht sie unter Mordverdacht. Aber Mikael Blomkvist setzt sich für sie ein und versucht im abschließenden Band der Milleniumtrilogie ihre Unschuld zu beweisen. Dabei muss er bis zur schwedischen Regierung durchkommen und dort einiges aufwirbeln.