Der Weg in den neuen Kalten Krieg
Autor:
Peter Scholl-Latour
ISBN:
9783549073575
Zusatz:
2008. 349 S. 44 Farbabb. auf Taf. 22 cm
Veröffentl:
2008
Verlag:
PROPYLÄEN
Einband:
Gebunden
Gewicht:
670
Sprache(n):
Deutsch
Preis:
24,90 € (inkl. 7% MwSt)
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Beschreibung
Nach dem Ende des Kalten Krieges und dem Zusammenbruch der Sowjetunion trat der Westen als Sieger der Geschichte auf. Nato-Osterweiterung, Balkankriege, Afghanistan-Einmarsch oder Irak-Feldzug sie alle wurden ohne Rücksicht auf Russland oder andere Mächte in Szene gesetzt. Einer der wenigen, die diese Muskelspiele von Anfang an mit Skepsis beobachtet haben, ist Peter Scholl-Latour. Frühzeitig hat Deutschlands erfahrenster Kommentator des Weltgeschehens vor der Isolation Russlands, der Explosivität des Nahen und Mittleren Ostens, der Herausforderung durch China und der Überdehnung der westlichen Kräfte gewarnt. Auch die aktuellen Konflikte im Kaukasus, in Pakistan, im Iran oder im Osten Afrikas hat er seit langem vorausgesehen. Sie alle sind die Vorzeichen eines neuen Kalten Krieges zwischen Moskau, Peking und Washington, den der Westen nur verlieren kann.
Autoren Portrait
Peter Scholl-Latour, 1924 geboren, war nach seinem Studium zunächst Korrespondent für die ARD in Afrika und Indochina, dann Studioleiter in Paris, für einige Jahre auch Fernsehdirektor des WDR und Herausgeber des "Stern". Zahlreiche Buchveröffentlichungen unterstreichen seinen Ruf als kritischer Journalist. Für seine Arbeit wurde er u.a. mit dem Grimme-Preis und der Goldenen Kamera ausgezeichnet.
Rezension
"Heroischer Pessimismus ist das Markenzeichen des Peter Scholl-Latour. Der Mann ruht, wie kein zweiter, in sich selbst. Er zeigt alle Varianten von Gelassenheit, Altersweisheit, Ironie bis hin zu Zorn und Verachtung und manchmal lacht er über die Ahnungslosigkeit der Politiker, wo es um die Gewaltnatur der Politik, die Antriebskräfte der Menschen und die Kraft der Geopolitik geht. Heiß oder kalt - ein Drittes gibt es nicht im Denken des erfahrenen Welterklärers. Im Land der Träumer und Wolkenschieber ist der der Realist schlechthin, der weiß, wovon er spricht, der alles gesehen hat und der mit seinem Urteil nicht zurückhält, ob es um Russland geht, die Schluchten des Balkan oder die Minenfelder des Mittleren Ostens. Das macht ihn unbequem und zugleich populär." (Michael Stürmer, 2008)
"Peter Scholl-Latour ist der Tragiker unter den deutschen Journalisten. Für den Glauben an den Fortschritt hat er wenig übrig. Linke Utopien sind ihm so suspekt wie amerikanischer Missionsglaube. Westliche Interventionen wie in Afghanistan, die oft humanitär begründet werden, findet er zutiefst fragwürdig. Der Mensch 'ist das schlimmste Raubtier, das es jemals gegeben hat' urteilt er in seinem soeben erschienenen Buch 'Der Weg in den neuen Kalten Krieg'." (Die Zeit, 2008)
